What goes around comes around

Von dem enttäuschenden 4. Platz beim Heimspieltag mussten wir uns zunächst erholen, jedoch war uns allen bewusst, dass wir immer noch die Tabelle unserer Gruppe anführten. Vier Wochen Zeit bis zum nächsten Spieltag im Golfclub sollten ausreichen, um die Form weiter zu verfeinern und sich auf hoffentlich mehr Birdies statt Bogeys einzuschießen.

Viele aus der Mannschaft nahmen die Chance bei den Hamburger Meisterschaften wahr, ihre Form zu prüfen und sich auf dem hohen Niveau, dass im Hamburg Golfverband herrscht, im Einzel mit den Spielern aus den anderen Clubs zu messen. Unsere Kapitäne Luca und Jamie waren – wie ihr vermutlich bereits gelesen habt – dabei besonders erfolgreich und kamen mit dem Titel des Hamburger Meisters und Vizemeisters in der AK 30 im Rücken nach Ahrensburg. Darüber hinaus hatte Luca nochmal ordentlich Selbstbewusstsein bei den Deutschen Einzelmeisterschaften in der AK 30 getankt, bei der ihm nur ein Triplebogey auf dem vorletzten Loch einen Platz auf dem Podium kostete.

Auch der Rest des Teams trainierte fleißig und stellte seine Form mit tollen Runden in Wentorf unter Beweis. Das Abschlusstraining vor dem Spieltag verlegten wir direkt nach Ahrensburg, um in einer zusätzlichen Einspielrunde den erst kürzlich umgebauten Platz noch besser kennenzulernen. Die Stimmung war positiv, denn der Platz spielte sich deutlich angenehmer als noch vor dem Umbau und die Grüns waren treu und von gutem Tempo. Die finale Einspielrunde am Samstag vor dem Spieltag machte Hoffnung auf ein gutes Ergebnis. Bei leichtem Wind und angenehmen Temperaturen spielten alle gute Runden und nach der abschließenden Besprechung war klar, wo am nächsten Tag besondere Vorsicht geboten war, um auch die letzten Fehlschläge zu vermeiden.

Der Kader für den Spieltag war so stark besetzt war wie noch nie in dieser Saison – keiner war im Urlaub oder anderweitig verpflichtet und zusätzlich stand Hans Böttcher erstmalig auch zur Verfügung. Daher fiel die Entscheidung nicht leicht, wer nach der Einspielrunde den letzten Platz in der Aufstellung einnehmen sollte. Am Ende entschieden sich Stuart und unsere Captains für Lennard, der mehr Spielpraxis aus den vergangenen Wochen vorzuweisen hatte, als Nicolai und Hans. Die Aufstellung umfasste also vorneweg Nils, Thomas und Alex gefolgt von Lennard, Tobi, Morris, Jamie und zu guter Letzt Luca. Herausragend unterstützt wurden wir dabei von Joni, Lars und Andy, die durch die starke Konkurrenz dieses Mal nicht im Kader waren, aber dennoch nach Ahrensburg kamen, um als Caddie und Vorcaddie dem Team zur Höchstleistung zu verhelfen.

Leider erwischte bei deutlich windigeren Verhältnissen am Sonntag außer Luca keiner einen richtig guten Start auf die ersten Löcher. Alle hatten sich bereits ein paar Bogeys eingefangen, bevor auch mal der erste Birdieputt fiel. Nach 9 Löchern schien das Feld allerdings noch ausgeglichen. Wir hatten die Startschwierigkeiten bewältigt und alle gingen mit noch aussichtsreichen Scores auf die zweiten Neun. Die Ahrensburger schienen wie erwartet ein, zwei Schläge voraus zu sein, jedoch war noch alles offen, da alle Teams mit dem Wind zu kämpfen hatten.

Nils brachte seine Runde mit 76 Schlägen (+5) ins Clubhaus, was nach einem sehr holprigen Start eine klasse Leistung war. Thomas hatte nochmal auf der 16. Bahn zu kämpfen und brachte leider nur eine 78 (+7) rein. Auch Lennard musste auf den zweiten Neun Federn lassen und konnte ebenfalls nur eine 78 unterschreiben. Alex erwischte es auf der 12. Bahn, einem neu gebauten Par 3 mit Inselgrün, ganz übel, sodass er am Ende trotz eines Birdies und zwei Pars auf den letzten 3 Bahnen nur eine 80 ins Clubhaus retten konnte. Tobi und Morris spielten beide eine +6, sodass der Tagessieg weiter in

die Ferne rückte. Allerdings lagen alle Teams sehr dicht beieinander, sodass die Scores von Jamie und Luca extrem wichtig für das Gesamtergebnis wurden.

Nach einer starken Annäherung spielte Jamie auf der 18. Bahn noch ein Birdie und kam so auf einen Score von +7. Währenddessen ging Luca auf die letzten zwei Bahnen und ließ sich von der Info, dass die beste Runde im Clubhaus gerade bei einer Par-Runde lag noch einmal zu einem Birdie auf der 17 anstacheln. Level Par ging er auf die 18. Bahn und träumte von einem Birdie-Birdie-Finish. Leider ist Golf manchmal der härteste Sport der Welt und dann rutscht auch einem so sicheren und selbstbewussten Spieler wie Luca auf der letzten Bahn ein Drive rechts in Aus. Luca selbst hat sich wohl am meisten geärgert aber auch alle die am Grün und am Fairway standen ahnten, wie viel enger es jetzt noch werden würde. Am Ende ging Luca tief enttäuscht mit einer 74 (+3) vom 18. Grün obwohl er doch die beste Runde aus dem Team gespielt hatte.

Das Warten auf die Ergebnisse war dieses Mal so spannend wie noch nie. Sollten wir es noch irgendwie geschafft haben, vor den Teams aus Sachsenwald, Pinnau, und Strelasund zu bleiben, um die Tabellenführung nicht an die Ahrensburger zu verlieren? Am Ende kam es ganz enttäuschend – der GC am Sachsenwald holte sich mit 6 Schlägen Rückstand auf Ahrensburg und insgesamt +39 den zweiten Platz. Wir waren mit +41 schlaggleich mit Strelasund. Wie auch schon am zweiten Spieltag im GC am Sachsenwald musste nun das Stechen auf dem Papier über die Plätze entscheiden, nur dass es dieses Mal um den 3. und 4. Platz ging. Bei Schlaggleichheit wird zunächst das Streichergebnis verglichen und das Team mit dem besseren Streichergebnis gewinnt. Dies war jedoch bei beiden Teams +9. Also musste das beste, gespielte Ergebnis entscheiden. Da hatten die Strelasunder mit einer 73 (+2) die Nase ganz knapp vorn, sodass dieses Mal wir es waren die im Stechen das Nachsehen hatten.

Schwer enttäuscht und mit einem wahrscheinlich noch viel enttäuschteren Luca in unserer Mitte mussten wir das Ergebnis erstmal verdauen. Der 4. Platz bedeutet, dass wir mit 14 Punkten nur noch auf dem 3. Tabellenplatz liegen. Allerdings beträgt der Rückstand auf den erstplatzierten GC Hamburg-Ahrensburg nur zwei Punkte, die wir in dieser engen Ligagruppe auch am letzten Spieltag immer noch aufholen können. Also heißt es in zwei Wochen im GC Strelasund – alles oder nichts! Wir werden nochmal alles in die Waagschale werfen, uns optimal vorbereiten, um am Ende vielleicht doch noch den Aufstieg in die Regionalliga zu erreichen. Ein wahnsinnig spannender letzter Spieltag steht bevor und wir wollen nochmal zeigen, was wir drauf haben! Wer also am Sonntag, dem 4.8. noch nichts Besseres vorhat, der ist herzlichst eingeladen uns im GC Strelasund anzufeuern. Es ist zwar eine weite Fahrt aber wir versprechen euch ein Herzschlagfinale und freuen uns über jedes Gesicht aus unserem Club, dass wir an den Fairways und Grüns sehen dürfen!

Eure Herrenmannschaft